1. Woche (15.09.-21.09.) - Geburt, Fressen + Schlafen

15.09. (1. Tag): Nach 63 Tagen erblickt der C-Wurf das Licht der Welt.

Der Start begann etwas holprig. Im Laufe der Woche hatten wir alle restlichen Vorbereitungen für unseren C-Wurf getroffen. Es war alles aufgebaut, desinfiziert und die homöopathischen Medikamente standen bereit. Wir standen gut vorbereitet in den Startlöchern. Am Donnerstagvormittag, dem 62. Tag ihrer Trächtigkeit, hatte Donna das erste Mal Wehen, diese waren aber nur einmal und dann war es den restlichen Tag über relativ ruhig. Wir verbrachten eine sehr ruhige Nacht. Donna schlief so ruhig neben meinem Bett, dass ich mehrmals die Nacht meine Hand auf ihren Bauch legte um zu kontrollieren, ob wirklich auch alles in Ordnung ist. Der Freitag verlief dann auch relativ ruhig. Donna hechelte immer mal wieder, und lag in der Wurfbox Probe. Gegen Abend so ca. 20:00 Uhr wurden die Wehen heftiger und Donna musste verstärkt hecheln. Und plötzlich waren da dunkelgrüne Flecken auf der Decke. Ich wusste das war nicht gut und rief den Tierarzt um 20:30 Uhr an. Er versuchte uns erstmal zu beruhigen und meinte es könnte auch ein Hämatom sein, das sich gelöst hat oder ein Welpe sei evtl. abgestorben. Er fragte wie lange die erste Geburt gedauert hat und meinte dann wir können noch etwas abwarten, ob sich was tut. Es tat sich aber nichts, Donna hechelte immer wieder sehr stark und hatte Wehen, aber es kamen keine Presswehen. Es kamen aber immer wieder dunkelgrüne Tropfen. Kurz vor Mitternacht riefen wir dann in der Tierklinik an. Die Tierärztin meinte wir sollen kommen. Dort angekommen, wurde erstmal geröntgt. Es waren 5 Welpen zu sehen. Keiner dieser war in den Geburtskanal eingetreten. Dann ging es zum Ultraschall, Kontrolle ob die Herzchen noch schlagen. Alle Herzen schlugen noch. Jetzt noch Blutbild, ob bei Donna alles in Ordnung ist. Okay, dass passte alles. Die Tierärztin riet aufgrund des Ausflusses zum Kaiserschnitt. Mir stiegen die Tränen in die Augen, tausend Gedanken wurden losgelöst: Muss das sein? Geht alles gut? Was ist wenn es für die Hündin Probleme gibt? Wenn es die Welpen nicht schaffen? … aber das Schlimmste war: Was habe ich meiner Hündin angetan? Aber jetzt musste eine Entscheidung getroffen werden, ich stimmte dem Kaiserschnitt zu. Die Tierärztin rief noch einen zweiten Bereitschaftsarzt hinzu und dann ging es schon los, sie nahmen Donna mit zur Narkose, damit alles fertig war, bis der zweite Arzt eintraf. In den OP durfte ich aus hygienischen nicht mit rein, also hieß es warten. Nach ca. 20 Minuten konnten wir die ersten Welpen jammern hören, was für ein schönes Gefühl. Sie lebten!!! Dann dauerte es nochmal ein Weilchen und die Arzthelferin brachte uns eine Wanne mit den 5 Welpen. Alle hatten überlebt. Da saßen wir mit 5 schreienden, hungrigen Welpen und versuchten diese zu beruhigen. Nach einer Weile kam dann der operierende Tierarzt und sagte, dass alles nochmal gutgegangen ist, dass aber die gelbe Hündin schon ganz grün gewesen wäre und Unterstützung benötigte, um auf dieser Welt richtig anzukommen. Auch bei den anderen war nicht mehr alles in der Fruchthülle in Ordnung, aber diese konnten ohne Unterstützung starten. Wir waren einfach nur erleichtert und glücklich, dass wir diesen Schritt gegangen waren, ohne den Kaiserschnitt, hätten es vermutlich nicht alle Welpen geschafft. Nachdem Donna versorgt war, wurde auch diese zu uns gebracht. Sie war noch sehr wackelig von der Narkose und musste sich noch etwas stabilisieren. Wir legten die Welpen im Stehen an, damit sie etwas trinken konnten. Ich wollte nur noch nach Hause mit der kleinen Familie, damit endlich Ruhe für sie einkehren konnte. Donna wurde etwas stabiler und der Katheter wurde gezogen. Jetzt durften wir heimfahren. Daheim angekommen, durfte Donna nun endlich mit ihren Welpen in die Wurfbox einziehen. Es war geschafft – wenn auch ganz anders als geplant.

Da wir die Reihenfolge beim Kaiserschnitt nicht wissen, sind alle um die gleiche Zeit geboren und wir haben eine eigene Reihenfolge festgelegt:

1:15 – Rüde schwarz (gelb), 430 g
1:15 – Hündin schwarz (pink), 428 g
1:15 – Rüde schwarz (hellgrün), 458 g
1:15 – Rüde schwarz (türkis), 434 g
1:15 – Hündin gelb (orange), 430 g

16.09. (2. Tag): Heute geht es Donna schon besser und sie geht voll in ihrer Mutterrolle auf. Die Welpen sind sehr munter und klettern schon drüber und drunter, um an die Milchbar zu kommen. Ganz leicht kann man bei der gelben schon die einsetzende Pigmentierung erkennen. Aika darf nicht zu nahe an die Wurfbox kommen, dann zieht Donna die Lefzen hoch. Wenn wir die Welpen zum Wiegen und saubermachen der Wurfbox herausnehmen, wird das von Donna zwar akzeptiert, aber sie verfolgt alles mit Argusaugen, dass ja auch alle wieder reingelegt werden.

17.09. (3. Tag): Fressen, schlafen, rumrobben, so sieht momentan das Geschehen in der Wurfbox aus. Alle nehmen gleichmäßig zu. Die Nabelschnüre sind teilweise abgefallen.

18.09. (4. Tag): Alle Nabelschnüre sind abgefallen, die Welpen werden agiler und wandern querbeet durch die Wurfbox. Donna passt nach wie vor, gut auf, dass keiner ihrer Welpen verloren geht. Die Nacht war sehr unruhig.

19.09. (5. Tag): Donna verbringt einige Minuten außerhalb der Wurfbox, welche sie zuvor nur kurz verlassen hatte, um sich zu lösen oder zu fressen. Die Nächte sind immer wieder unterbrochen vom Konzert der Welpen.

21.09. (7. Tag): Gelb, Pink und Orange haben ihr Gewicht verdoppelt. Inzwischen werden schon die Köpfe noch etwas wackelig höher gehoben.

 

2. Woche (22.09.-28.09.) - Tierarztbesuch, Laufen, Äuglein öffnen sich

22.09. (8. Tag): Alle Welpen haben ihr Gewicht verdoppelt. Die heutige Nacht war sehr unruhig. Die Welpen haben fast 2 Stunden im Wechsel geschrien und sind ständig in der Wurfbox umher gewandert. Trotz Bauchmassage wurde es nicht besser. Irgendwann kehrte dann doch Ruhe ein, welche nach 1,5 Stunden wieder unterbrochen wurde. Selbst Donna wusste nicht mehr, wie sie die Welpen noch lecken sollte, dass sie sich beruhigen.
Heute wurden das erste Mal die Krallen geschnitten, 90 an der Zahl. Und dann wurde auch noch etwas gegen die Blähungen gegeben, das süße Medikament wurde gerne von den Welpen angenommen.

24.09. (10. Tag): Die letzte Nacht war etwas entspannter. Heute wurde von allen die 1 kg Marke geknackt. Der eine oder andere versucht schon richtig seinen Kopf zu heben oder auf die Umrandung in der Wurfbox hoch zu klettern. Sie werden jeden Tag mobiler. Donna verlässt jetzt immer öfter die Wurfbox und schläft auch mal außerhalb. Aber sobald einer schreit, steht sie parat.

26.09. (12. Tag): Heute haben die Welpen bis auf kurze Unterbrechungen durchgeschlafen. Am frühen Nachmittag ging es dann zum Tierarzt, bei Donna die Fäden ziehen lassen und alle Welpen kontrollieren, ob alles in Ordnung ist. Die Welpen wurden allein eine kleinere Box gepackt und Donna durfte in die große Box. Die Anfahrt zum Tierarzt war völlig entspannt. Beim Tierarzt wurden erst Donna die Fäden gezogen und dann wurden alle Welpen untersucht. Vielen Dank an die Tierarztpraxis Dr. Grieshaber, die mit dem ganzen Praxisteam für uns parat standen. Alle Welpen waren total relaxt. Die Heimfahrt war genauso entspannt. Zuhause angekommen, durften erstmal alle an die Milchbar. Abends versuchten sich dann noch ein paar Welpen als Klettermaxen. Wir hatten heute die Welpenbox mit ein paar neuen Gesellen ausgestattet. Alle nahmen die Fremdlinge gut an.

27.09. (13. Tag): Die ersten wackeligen Versuche zum Laufen wurden unternommen, es fällt aber noch sehr schwer.

28.09. (14. Tag): Heute morgen haben mich die ersten klitzekleinen Äuglein angeblinzelt, ein ganz kleines Schlitzchen hatte sich aufgetan, Rüde hellgrün und gelb, waren die ersten, gegen Abend kamen dann noch die Hündin pink und türkis dazu. Und wie wenn das nicht genug für heute war, stand auch noch die erste Entwurmung an. Aber das hat keinem so wirklich gefallen, aber was muss, dass muss.

 

3. Woche (29.09.-05.10.) - Innenauslauf, Zähne

30.09. (16. Tag): Nun sind alle Augen auf, teilweise noch ein bischen Schlitzmäßig. Heute war großer Umbau, dass Welpenspielzimmer wurde umgebaut. Am Abend wurde dann nochmals entwurmt (3 Tage hintereinander). Sie mögen es gar nicht.

03.10. (19. Tag): Heute war großer Besuchstag. Alle Welpen haben das super weggesteckt. Inzwischen kann man die Zähne spüren, da wird Donna bald nicht mehr so begeistert beim säugen sein. Das Laufen klappt auf entsprechenden Untergrund schon gut, nur wenn es glatt wird, dann sind sie noch unsicher und rutschen weg. Inzwischen wird auch schon aneinander geknabbert, gestritten und gesaugt. Die gelbe Hündin hatte schon Knutschflecken am Bauch. Die Welpentoilette ist auch schon im Einsatz, manchmal klappt es schon richtig gut.

 

4. Woche (06.10.-12.10.) - Fotoshooting, Außenauslauf

06.10. (22. Tag): Morgens war Kinderbesuch da, danach Fotoshooting, dann Oma Besuch und dann war noch eine gute Freundin da. Puh, das war ganz schön anstrengend. Das Fotoshooting war sehr interessant und die Welpen haben wieder erwarten super mitgemacht. Torsten hat das super gemacht und ich bin gespannt auf die schönen Fotos. Abends waren die Welpen dann auch echt müde. Die Welpen werden immer sicherer beim Laufen und erkunden immer großflächiger ihren Spielplatz.

07.10. (23. Tag): Zwei Welpen haben die 2 kg Marke geknackt. Nachts kommen sie momentan 1-2x, aber nach dem Säugen, ist immer wieder sehr schnell Ruhe, und sie schlafen weiter. Heute haben wir zum 3x die Krallen geschnitten. Die Rüden haben die Welpentoilette schon sehr gut angenommen, die Hündinnen tun sich noch ein bischen schwerer. Inzwischen kann man auch schon ganz gut Unterschiedene feststellen.

09.10. (25. Tag): Der Außenauslauf ist eingezäunt und muss noch bestückt werden. Im Innenauslauf kam ein Tunnel dazu. Die schwarze Hündin wird wohl Bauhund, sie geht sehr gerne in den Tunnel. Abends gab es zum ersten Mal Ziegenmilch. Die Welpen haben das richtig gut gemacht, ein paar meinten sie müssten das mit allen Sinnen tun.

10.10. (26. Tag): Heute stand Besuch von Michaela und Fabian an. Michaela hat Beau, den Bruder von Donna, und wollte sich mit ihrem Neffen den Wurf anschauen. Und da das Wetter so schön war, durften die Welpen heute das 1. Mal in den Garten. Ein bischen zaghaft bei den ersten Schritten in der Wiese, es war ja auch alles neu: Untergrund, Geruch, Geräusch, ... Der Besuch und der Ausflug in den Garten war so anstrengend, dass die Welpen danach tief und fest schliefen.

12.10. (28. Tag): Inzwischen gehen die Welpen regelmäßig in den Außenauslauf und genießen die neue Freiheit. Das Zufüttern mit Ziegenmilch ist inzwischen eine willkommene Abwechslung und wird ruckzuck aufgeschlappert. Gegenüber Besuch zeigen sich alle Welpen sehr offen und nehmen sofort Kontakt auf.

 

5. Woche (13.10.-19.10.) - Besuch, Entwurmen, feste Nahrung

13.10. (29. Tag): Jeden Tag kommt neuer Besuch. Die Welpen entwickeln sich weiter prächtig und genießen es von so vielen Händen verwöhnt zu werden. Der Außenauslauf wird jeden Tag ein bischen mehr entdeckt.

15.10. (31. Tag): Vom 14.10-16.10. stand nochmals entwurmen an. Nachdem sie irgendwie den Braten gerochen hatten, dass wir es in den Brei gemischt haben, gab es dann die Wurmkur am ersten Tag pur. Begeistert waren sie davon gar nicht. Am zweiten Tag klappte es dann mit dem Brei und der Wurmkur. Inzwischen bekommen sie drei Mahlzeiten: 2 x Ziegenmilch, 1 x Brei aus Hirseflocken mit Banane, Honig und Kokosfett.

17.10. (33. Tag): Abends gab es zum ersten Mal Tartar, erst waren sie etwas skeptisch und dann ging es voll ab. Noch kommen sie mindestens 1x nachts zum Säugen.

 

6. Woche (20.10.-26.10.) - Geräusche

20.10. (36. Tag): Inzwischen geht es regelmäßig in den Garten zum versäubern und es klappt ganz gut. Erste Wildgerüche gab es mit Fuchsfell und Kaninchenfell. Das fanden sie alle sehr interessant und eine Hündin hat das Fuchsfell durch den ganzen Auslauf gezogen. Inzwischen gibt es auch erste Ausbruchversuche aus dem Innenauslauf, da müssen wir uns nun wohl etwas einfallen lassen. Abends gab es das erste Mal eine Geräusche-CD mit Gewitter, Sirenen, Feuerwerk, Hundegebell, ... es war sehr interessant zu sehen, wie die einzelnen darauf reagiert haben.

23.10. (39. Tag): Seit zwei Nächten ist die Wurfbox trocken. Besucher werden total offen und begeistert begrüßt. Es wird mit ihnen gespielt und geschmust. Mit der Starterklatsche üben wir die Schusssicherheit in Verbindung mit Fressen, es erschreckt sie überhaupt nicht. Das eingeweichte Trockenfutter wurde gleich mit Begeisterung verschlungen.

 

7. Woche (27.10.-2.11.) - Schnee, erster Ausflug - Schuss, Tierarzt mit Chippen u. Impfen

28.10. (44. Tag): Der erste Schnee und die Welpen haben es alle angenommen, als ob sie dass schon immer kennen. Wir haben jetzt vom super tollen Sonnenschein, über Regen, Sturm, Schnee alles durch beim Wetter. Die Welpen sind also gut vorbereitet für ihr späteres Leben.

29.10. (45. Tag): Unser gelbes Mädchen hat als erstes das 10fache Geburtsgewicht erreicht. Und heute stand dann nochmals der erste Tag der letzten Entwurmung vorm Tierarztbesuch am Freitag an. Um es ein bischen schmackhafter für die Welpen zu machen, haben wir es in den Hirsebrei eingerührt, und jeder bekam dann sein eigenes Schälchen. Am Welpenring herrscht inzwischen ein Welpenkarusell.

31.10. (47. Tag): Der erste Ausflug ging heute auf eine große Wiese. Unterstützt von Oli's Nichten und Annette und ihrer drei Goldis, waren wir gut vorbereitet. Als wir die Welpenstoffbox öffneten rannten alle Welpen total unbedarft, unerschrocken und voller Tatendrang nach draußen. Die anderen Hunde beeindruckten sie in keiner Weise. Ab und an haben sie sich ganz schön weit entfernt, aber sie kamen beim Pfiff immer schnell zurück. Um den Schuss positiv zu verbinden, wurden sie draußen auf der Wiese gefüttert. Der Schuss aus der 6 mm Pistole beindruckte keinen einzigen Welpen. Auch beim späteren Spielen, blieb der Schuss völlig unbeachtet. Sie tobten und rannten und es war eine wahre Freude ihnen zuzuschauen. Daheim wieder gut angekommen, wurde noch jeder einzeln gewaschen, dass war leider nötig, da auf der Wiese noch etwas Gülle lag. Ein Bub war dabei absolut gechillt, die anderen akzeptierten es und genossen anschließend das Trockenrubbeln.

02.11. (49. Tag): In großen Schritten geht es in den Endspurt: Heute stand Impfen und Chippen auf dem Plan. Die Fahrt zum Tierarzt wurde tatkräftig vom Gesang der Welpen unterstützt. Beim Tierarzt angekommen, ging es erstmal in den Auslauf, um noch kurz zu pieseln. Natürlich wurden die Welpen von den Fußgängern gleich bewundert und der große fremde Hund, der am Zaun stand und auch die Welpen beäugte, wurde schwanzwedelnd begrüßt. Mich begeistert immer wieder an diesen Welpen wie offen sie auf alles zugehen. Egal ob Mensch, Tier oder neue Umgebung. Nach der Erkundung des Auslaufs ging es in den Behandlungsraum. Hier wieder das Gleiche, alles wurde völlig offen erkundet und die Helferinnen und der Tierarzt freudig begrüßt. In einer kurzen Pause, wurde sogar geschlafen. Alle Welpen wurden untersucht und abgehört. Es wurden die Augen, die Zähne, die Ohren, der Bauch, bei den Rüden die Hoden und das Herz untersucht. Alle sind gesund. Dann wurde gechippt und geimpft. Die Buben waren alle Mimosen, die Mädels waren Schmerzunempfindlich. Dann wurden wieder alle Welpen ins Auto verfrachtet und es ging mit einer ruhigen Autofahrt wieder nach Hause. Somit haben unsere Welpen nun schon die 4. Autofahrt ohne Probleme hinter sich gebracht.

 

8. Woche (3.11.-9.11.) - Kennenlernwurftreffen, Wurfabnahme

03.11. (50. Tag): Heute stand das erste Kennenlernwurftreffen an. Wir hatten alle zukünftigen Welpeneltern zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen. Nicht weit von uns ist ein Badesee mit großem Parkplatz und Wiesen, dort trafen wir uns. Jedes Welpenpaar bekam seinen Hund, auf den er jetzt aufpassen musste. Da Camillas neue Welpeneltern leider nicht kommen konnten, übernahm die Aufsicht Silke, eine Tochter von anwesenden Welpeneltern. Die Welpen wurden auf eine große Wiese getragen und durften sich dann nach Herzenslust bewegen. Alle Welpen erkundeten die Wiese sehr weitgräumig, manchmal mussten wir schnell genug sein, dass sie sich nicht zu weit entfernten. Fremde Fußgänger und Fahrradfahrer wurden aus der Ferne bestaunt. Donna hatte ihren Spaß und rannte wie ein Hütehund um uns herum. Nach dem ganzen Toben, war die Bande dann irgendwann müde. Einer der Rüden hatte den Anschluss verpasst und hatte die Orientierung verloren, zum Glück kannte der schon den Kommpfiff und kam dann wieder zum restlichen Rudel gerannt. Bevor es ins Auto ging, gab es zum Aufwärmen noch warme Ziegenmilch. Während die Welpen schliefen, stärkten sich die Zweibeiner bei Kaffee und selbstgemachten Pizzaschnecken und Kuchen. Es entstand ein reger Austausch über die Zukunft der Welpen und wer, wo und wann in eine Welpengruppe ging. Zum Schluss durften die Welpen nochmals kurz raus und herumrennen und dann wurden alle glücklich und zufrieden eingeladen. Ein schöner Nachmittag neigte sich dem Ende. Noch eine Woche und die ersten Welpen ziehen aus.

05.11. (52. Tag): Claudia kam heute zur Wurfabnahme. Da sie selbst einen Wurf liegen hatte, freuten wir uns riesig, dass es ihr doch möglich war, unseren Wurf abzunehmen. Die Welpen begrüßten sie mit Begeisterung und zeigten sich von ihrer besten Seite. So konnte sich Claudia gleich von Anfang einen Eindruck von der Bande und ihrem offenen Wesen machen. Bei der Chipkontrolle, der Inspektion von Ohren, Augen, Zähne und Geschlecht verhielten sich alle ganz brav. Wir erhielten eine sehr gute Beurteilung unserer Wurfstätte und unserer Welpen, worüber wir uns sehr freuten. Somit war nun der letzte offizielle Part für die Abgabe der Welpen abgeschlossen.

06.11. (53. Tag): Um keine Langeweile bei den Welpen aufkommen zu lassen, ging es heute zusammen mit meiner Tochter und ihrer Hündin Bonny zu Annette und ihren drei Goldis in ihren tollen Garten und zum Hühner anschauen. Zuerst waren die Welpen etwas schüchtern in dem großen Garten mit den vielen verschiedenen Bereichen, mit Rindenmulchbeet, Dekoration, Gartenhaus, ein wahres Paradies für die Welpen. Vor lauter Garten und Eindrücke wurden die Hühner gar nicht richtig wahrgenommen. Wir Zweibeiner hatten trotz den eingezäunten Gartens alle Hände voll zu tun, die Bande beieinander zu halten. Immer wieder büchste einer aus, und war außer Sicht hinter dem Gartenhaus oder verschwand irgendwo in der liebevollen Deko. Als alle ein bischen müde waren, gab es noch ein gemeinsamen Foto im Strandkorb. Dann ging es wieder nach Hause, wo sie erstmal von dem erlebten sich richtig ausschlafen mussten.

07.11. (54. Tag): Heute kam nochmals eine liebe Freundin von mir zu Besuch und wir genossen zusammen, bei herrlichstem Wetter, die Welpen. Nur noch 3 Tage und dann würde der erste Welpe ausziehen. So langsam kam Wehmut auf und man lässt alles nochmals Revue passieren. Und wie immer waren die 8 Wochen viel zu schnell vergangen.

 

9. Woche (10.11.-16.11.) - Auszug der Welpen

10.11. (57. Tag): Pünktlich um 14:00 Uhr kamen Diana und Patrik um ihren Chuck (Rüde hellgrün) abzuholen, er zieht nach Langenrain, dass liegt in der Nähe von Radolfzell am Bodensee. Nachdem wir alles schriftliche geklärt hatten, gab es noch ein Abschiedsfoto und dann hieß es, Chuck in sein neues Rudel zu entlassen. Chuck war während seiner Zeit bei uns eher ein unauffälliger, ausgeglichener Welpe, darum hatten wir auch beschlossen, dass er zu Diana und Patrik kommt, da er Diana im Pflegeheim begleiten und als Besuchshund ausgebildet werden soll. Zudem möchte Diana eventuell Dummyarbeit oder Agility mit Chuck machen. Da sein neues Rudel sehr sportlich ist, wird Chuck, sobald es seine Röntgenergebnisse zulassen, auch in diesem Bereich die beiden begleiten.
Wir wünschen ihm, dass er vielen älteren Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubert und diesen ein bischen Balsam für die Seele gibt.

11.11. (58. Tag): Um 10:00 Uhr stand der Auszug von Frodo (Rüde gelb) an. Er wird künftig in Sinzheim wohnen, in der Nähe von Baden-Baden. Frodo soll Rettungshund werden. Jens und Daniel haben schon in der Vorbereitungszeit die Rettungshundestaffel besucht und konnten so erste Eindrücke und Arbeitsweisen kennenlernen. Eine tolle Arbeit, die viel Engagement und Zeit fordert. Da Frodo in letzter Zeit auch schon gezeigt hat, dass er gut Bellen kann, hoffen wir das er als Verbeller seine Karriere machen kann.
Wir wünschen ihm viel Suchenglück und das er vielleicht irgenwann einmal ein Menschenleben retten kann.

Um 14:00 Uhr wurde es dann für Odin (Rüde türkis) Ernst. Das ganze neue Rudel war gekommen, um die Fellnase abzuholen. Er wird nach Rielasingen ziehen. Odin unser Klettermaxe und er war immer zu vorderst, wenn es etwas Neues gab. Er erforschte als erster den Innen- und Außenauslauf, ein mutiger kleiner Kerl, der vor nichts zurückschreckt. Ob Odin Rettungshund oder Dummyhund oder Mantrailer wird, steht noch nicht endgültig fest, wir werden uns überraschen lassen, wohin sein Weg ihn führt. Da er aber gerne klettert, wird er in Zukunft seine Familie auch beim Wandern begleiten.
Wir wünschen ihm, egal welchen Weg er einschlägt alles gute für die Zukunft.

12.11. (59. Tag): Heute zog der letzte Welpe aus. Püppi wie wir sie immer liebvoll nannten, unsere kleine Maus, Camilla (Hündin pink) zieht nach Bad Tölz. Sie wir Herrchen bei der Jagd begleiten und Frauchen wird mit ihr den Gehorsam üben. Daheim warten auf sie eine Großfamilie mit 5 Kindern und 3 Enkelkindern. Außerdem gehören noch Pferde, ein großer Garten und ein großes Haus zu ihrem neuen Reich. Das wird Camilla gefallen. Camilla ist eine zarte Hündin, die sich aber gegen ihre Geschwister gut durchsetzen gelernt hat. Sie ist eher ruhig und hat die Situation erstmal beobachtet, bevor sie gleich darauf zugestürmt ist.
Wir wünschen ihr, viel Suchenglück bei ihrer zukünftigen Aufgabe als Jagdhund.

Ja und Kim - die darf bei uns bleiben, bei Mama und Großtante. Sie soll später im Dummybereich arbeiten und jagdlich geführt werden. Und eventuell schnüffeln wir uns auch durch die Obedience Welt. Aber jetzt muss sie erstmal gesund groß werden und das alltägliche Leben kennenlernen, alles andere hat Zeit.

Somit schließen wir unser Welpentagebuch. Acht Wochen sind wie im Flug vergangen, wir haben viel erlebt mit unseren Welpen und versucht sie gut auf ihr Leben draußen vorzubereiten. Was uns bei diesem Wurf besonders gefallen hat, dass alle Welpen immer begeistert auf jeden Besucher zugegangen sind. Draußen im fremden Gelände haben sie schnell Selbständigkeit gezeigt. Wir wünschen Ihnen allen eine tolle Zukunft, vorallem Gesundheit und viel Erfolg bei ihren zukünftigen Aufgaben. Passt gut auf sie auf, denn jeder einzelne ist etwas ganz besonderes!!!