1. Woche (13.03.-19.03.) - Geburt und die ersten Tage

13.03.2022 (1. Tag): Nach 62 Tagen erblickt der D-Wurf das Licht der Welt

Am Freitag hatten wir mit dem Fiebermessen begonnen, der Verlauf war 36,7° C / 38,1° C / 38,0° C. Der Tiefstand 36,7° C kann darauf hindeuten, dass die Geburt in 12-36 Stunden los geht. In der Nacht von Freitag auf Samstag war Kim sehr unruhig. Sie atmete sehr laut und musste 2x nachts raus. Am nächsten Morgen verweigerte sie ihr Fressen, was ein weiterer Hinweis auf die bervorstehende Geburt ist. Sie war immer noch sehr unruhig, so dass wir uns mit ihr in ihre Welpenbox begaben. Hier verbrachten wir den Vormittag. Als Kim anfing zu scharren, was typisch für den Nestbau ist, haben wir die Wurfbox kurzerhand wieder umgestaltet und mit Moltontüchern und alter Bettwäsche ausgestattet, damit sie ihre Wurfbox so herrichten konnte wie sie es gerne wollte. Inzwischen hechelte sie auch immer mal wieder kurze Phasen. Gegen Nachmittag verlor sie das erste Mal klaren Schleim. Gegen Abend konnte man erkennen, dass sie an den Flanken einfiel, hierbei erschlaffen die Bänder und die Muskulatur entspannt sich. Diese ganzen Anzeichen deuten auf die Vorbereitungsphase hin. Der Übergang zur Eröffnungsphase ist meist fließend. Um 21:30 Uhr verlor sie weiteren bräunlichen Schleim. Solange der Schleim so aussieht ist noch alles im grünen Bereich, erst wenn dieser dunkelgrün, fast schwarz wäre, müsste man reagieren. Es kamen nun Eröffnungswehen dazu und Kim stemmte sich auch immer wieder mit den Hinterfüßen gegen die Wurfbox. Es setzten nun auch Presswehen ein, ein leichtes Flankenzittern war zu erkennen. Kim bog die Rute unter den Bauch und presste, durch die kräftige Scheidenmuskulatur platzte gegen 23:30 Uhr die Fruchtblase, es trat klares Wasser aus. Dies soll den Geburtsweg gleitfähiger machen. Es dauert noch bis um 00:10 Uhr bis der die erste Fruchthülle mit einem Welpen zu sehen war. Mit weiteren Presswehen wurde die erste Hündin geboren. Nun beginnt die Nachgeburtsphase. Ganz instinktsicher öffnete sie die Fruchthülle, fraß diese zusammen mit der Nachgeburt und nabelte ihren Welpen ab. Da leckte sie ihn intensiv um den Kreislauf anzuregen, damit er an die erste Zitze kam. Kaum war der erste Welpe versorgt ging die Geburt weiter und es wurde ein Rüde geboren. So ging es dann auch mit Nr. 3 und 4. Danach waren 2,5 Stunden Pause, was völlig normal ist. Wir konnten noch spüren und sehen, dass weitere Welpen drin waren. Also einfach warten und sich erstmal um die bereits 4 geborenen kümmern. Dann kam Nr. 5 und 6. Danach war nichts mehr zu erkennen, der Bauch war weich. Wir gingen davon aus, dass die Geburt beendet ist. Kim verlor grünliches Fruchtwasser, was wir als Reste der vorangegangenen Geburten deuteten. Was uns allerdings stutzig machte, dass sie immer wieder in ihrer Wurfbox zu scharren begann. Waren das Nachwehen oder war doch noch ein Welpe drin. Dann nach 6,5 Stunden Pause, setzten wieder Presswehen ein und wir konnten schwarze Beinchen erkennen. Diese verschwanden aber immer wieder, so dass Kim den Welpen nicht auspressen konnte. Wir schoben die Schnalle etwas nach hinten um mehr zu sehen, und da war das Übel, die Nabelschnur/Eihülle, hatte sich um die Hinterfüße gewickelt, so dass der Welpe immer wieder zurückgezogen wurde. Wir durchtrennten die Nabelschnur und konnten dann mit jeder Preßwehe den Welpen ein Stück herausdrehen und dann flutschte der Rest hinaus. Geschafft!!! Die kleine Maus atmete - was für ein Wunder. Man hörte das sie wohl Schleim geschluckt hatte. Dieser wurde kurzerhand von uns abgesaugt und dann wurde sie mit dem Handtuch massiert, bis sie lauthals schrie und somit tief Luft holte - was waren wir glücklich. Nun durfte auch Kim ran und begrüßte ihre letzte Tochter und leckte sie ausgiebig ab. Nun noch anlegen. Das klappte leider nicht gleich auf Anhieb, ok, dann alle Welpen an die Milchbar und einer wurde wieder abgezogen und da die kleine Maus dran und jetzt klappte das auch. Was für eine Kämpferin.

 

Nr. Zeit Gewicht/g Geschlecht Farbe Kennzeichnung Besonderheiten Lage Nachgeburt
1 00:10 434 Hündin schwarz Rosa sehr aktiv/
gleich gelöst - Kindspech 
Kopf x
2 00:35 384 Rüde schwarz Hellgrün Füße haben ohne Hülle
herausgeschaut
Steißlage x
3 00:50 444 Rüde schwarz Blau   Kopf x
4 01:10 452 Hündin schwarz Orange sehr aktiv Kopf x
5 03:40 450 Hündin schwarz Weiß   Kopf x
6 04:25 444 Hündin schwarz Lila Kopf mit Zunge rausgeschaut Kopf x
7 10:45 300 Hündin schwarz Pink vorher viel Fruchtwasser abgeg.
am Leben, abgesaugt, angelegt
Steißlage

fehlt

 

14.03. (2. Tag): Die erste Nacht mit unseren Schwänchen war etwas unruhig. Kim meistert das aber so toll und ist sehr geduldig. Sie verlässt ungern die Wurfbox, naja sie hat ja auch all inclusive im Schwänchennest gebucht, also gibt es Zimmerservice und über die vielen Mahlzeiten freut sie sich besonders, sie braucht jetzt 3-4x so viel wie sonst. Am Anfang gibt es noch viel zu tun: Das Muttertier tgl. kontrollieren (Fieber messen und medizinisch versorgen), Wurfbox frisch richten, Vitalitätskontrolle und Wiegen der Welpen, Wurfmeldung ausfüllen, alles protokollieren und Info der zukünftigen Welpenbesitzer, ... aber das wird alles belohnt mit dem besten Programm überhaupt: Welpenkino den ganzen Tag. Die Nabelschnüre sind trocken und der erste ist abgefallen. Zugenommen haben alle, am meisten unsere Nachzüglerin, Prinzessin Pink, dass freut uns sehr. So dann starten wir in die zweite Nacht.

15.03. (3. Tag): Alle Welpen haben weiter zugenommen, die Spitze führt nach wie vor Prinzessin Pink an, sie hat ja auch am meisten aufzuholen, die kleine Kämpferin. Die Nabelschnüre sind alle abgefallen. Wir nehmen die Welpen regelmäßig aus der Wurfbox, nicht nur um diese zu säubern, sondern um sie gut auf Menschen zu prägen, wir streicheln die Pfoten, den Schwanz und die Ohren und liebkosen sie unter den Argusaugen ihrer Mama. Die Milchbar ist fast dauerbelegt.
Kim hat der ganze Stress, Hormonumstellung und ihr 'Über'mamasein auf den Magen geschlagen. Wir füttern jetzt noch kleinere und öftere Mahlzeiten, aufgelockert mit Nudeln - es ist bis jetzt dringeblieben. Das Versäubern der Gebärmutter ist auch noch nicht abgeschlossen, hier unterstützen wir mit Altbewährtem und messen regelmäßig Fieber, welches noch leicht erhöht sein kann.
Die regelmäßige Kontrolle von Welpen und Muttertier ist in der ersten Zeit enorm wichtig.

16.03. (4. Tag): Es kehrt langsam Routine ein. Kim geht es mit den kleinen Mahlzeiten viel besser. Sie ist heute ganz von alleine aus der Wurfbox gekommen, aber wehe es piept ein Welpe, da flitzt sie vom Garten rein und lässt sogar ihr Fressen stehen. Inzwischen haben wir mit fast all unseren Welpeninteressenten Kontakt aufgenommen, die Freude ist bei allen sehr groß und die ersten Besuchstermine wurden vereinbart. Die Welpen gehen in die Rettungshundeausbildung, Jagdausbildung und Dummyarbeit. Wir haben sehr erfahrene Hundeführer, aber auch Ersthundeführer, dabei. Jeder fängt mal an und verdient auch eine Chance. Wichtig war für uns, dass sie sich auf ihre neue Rolle gut vorbereitet haben und feste Ziele für die Ausbildung des Hundes ins Auge gefasst haben.

17.03. (5. Tag): Jede Nacht wird ein bischen besser und ruhiger. Kim verlässt immer mal wieder für kurze Zeit die Wurfbox und genießt ein bischen Auszeit. Mamasein ist ganz schön anstrengend, darum versuchen wir sie so gut es geht zu unterstützen und auch für Abkenkung zu sorgen.
Nach wie vor ist die regelmäßige Kontrolle von Temperatur, Ausfluss und Gesäuge wichtig. Auch die Welpen werden jeden Tag kontrolliert. Diese werden von Tag zu Tag agiler. Unsere kleine Nachzüglerin hat am meisten zugenommen und wird wohl Bergsteigerin oder Trümmerhund, denn bereits mit 5 Tagen turnt sie ihrer Mama auf dem Kopf herum. Die letzten werden die ersten sein.

18.03. (6. Tag): Die kleinen Zwerge nehmen weiterhin gut zu und unsere Nachzüglerin und Bergsteigerin hat doch tatsächlich schon ihr Gewicht verdoppelt. Kim geht es auch jeden Tag besser, die Temperatur war heute wieder im Normalbereich. Ein paar Tage nach der Geburt ist eine Temperaturerhöhung normal, aber es beruhigt ungemein, wenn sich alles wieder einpendelt. Die Welpen werden immer flotter und agiler und können inzwischen auch gut ohne Mama ausruhen und schlafen, aber spätestens nach ner halben Stunde rufen sie nach ihrer Milchbar. Kim würde wohl schon gerne mit zum Gassi, aber da warten wir noch ein paar Tage, möchte da nichts mit ihr einfangen. Solange gibt es Beschäftigung im Garten, Auszeit die sie sichtlich genießt.

19.03. (7. Tag): Heute sind die Zwerge schon 1. Woche alt. Die Entwicklung der Welpen ist in Phasen unterteilt. Die erste dauert ca. 2 Wochen und nennt sich vegetative Phase. In dieser Phase können die Welpen noch nichts hören und nichts sehen, nur der Geruchs- u. Tastsinn ist vorhanden. Reflexartiges -und instinktveranketes Verhalten prägt den Alltag in der Wurfbox. Dies äußert dich durch Saugen und den Milchtritt, Suchpendeln und Kreiskriechen, Jammern (bei uns insbesondere die Mädels) und Kontaktliegen. Verlässt die Mutter in dieser Zeit die Box bilden die Welpen einen Knäul. Dies dient der Wärmespeicherung, da die Welpen ihre Temperatur noch selbstständig regulieren können. Darum sollte man am Anfang gut einheizen. Die ersten 4 Tage 29-32 °C (wir heizen jede Nacht mit dem Schwedenofen ein 🔥) , 5.-10. Tag ca. 27 °C und ab der 5. Lebenswoche 22-25 °C.
In der ersten Lebenswoche trinken die Welpen rund 12 - 20-mal täglich. In den ersten 10 Tagen sollte der Welpe sein Geburtsgewicht verdoppelt haben. Demnächst werden dann auch schon die ersten Zähne durchbrechen, mit ca. 8-10 Tagen.

2. Woche (20.03.-26.03.) - Schlafen, Saugen, Wachsen, ...

20.03. (8. Tag): Schlafen, saugen, schlafen, saugen - das ist nach wie vor der Tagesablauf der Welpen. Immer wieder ein mehr oder weniger leichter Stups von Mamas Nasenspitze um den Welpen zum Säubern und Massieren umzudrehen. Saugen - was passiert da genau? Eigentlich ist es ein Lecksaugen. Die Welpenzunge liegt eng an die Zitze geschmiegt, wie eine Rinne, und drückt massierend die Zitze aus. 20 kleine Druckbewegungen pro Sekunde. Hinzu kommt noch der Milchtritt, wobei der Welpe mit den Vorderfüsschen die Milchdrüsen massiert. Wenn die Milch dann fließt, hört man das deutlich an der Schluckbewegung und sieht es am gebogenen Schwanz, manchmal mit einem Wedeln verbunden. Saugt nur ein Welpe lässt der Milchfluss manchmal lange auf sich warten und der Welpe wird regelrecht ungeduldig.
Von Anfang an können die Welpen zwischen warm und kalt unterscheiden. Beim sogenannten Kontaktliegen handelt es sich nicht um ein Sozialverhalten, sondern es geht nur um den Drang nach Wärme. So kann man auch erkennen ob es zu warm oder zu kalt im Welpenraum ist. Enges Kontaktliegen zu kalt, und wenn sie verstreut liegen zu warm.
Heute wurde dann noch Pediküre gemacht und 126 Krallen geschnitten, damit Kim's Bauch nicht so zerkratzt wird. Und auch sonst verdient die Mama die beste Fürsorge, gutes Futter und liebevolle Pflege. Es tut ihr sehr gut, sie viel für ihr Tun zu loben ❤
Donna, die Oma von dem Wurf, durfte heute das erste Mal kurz in die Wurfbox sitzen.

21.03. (9. Tag): Die tägliche Kontrolle vom Muttertier beinhaltet weiter Fieber messen und medizinisch versorgen und bei den Welpen Vitalitätskontrolle und Wiegen. Erste Ansätze von Gehversuchen sind erkennbar, manchmal noch schwankend, und gefolgt von seitlichen Purzelbäumen. Die Klettereien werden auch immer mehr. Die Buben sind nachwievor die ruhigeren. Beim Wiegen machen wir immer ein paar kleine Übungen zur Frühstimulation. Wir berühren die Pfoten, Ohren und den Schwanz Wir halten sie in einer Aufwärts- und Abwärtsposition und in der Rückenlage. Zum Schluss legen wir sie noch auf ein feuchtes, kaltes Tuch zur Thermalstimulation. Das alles jeweils nur 3-5 Sekunden. Zur Geruchsprägung haben wir angefangen immer in den ruhigen und entspannten Zeiten ein mit Lavendelöl betupftes Halstuch in die Wurfbox zu legen. 100ml Speiseöl wird mit einem Tropfen Aromaöl gemischt und hiervon 1 Tropfrn auf das Tuch. Sinn und Zweck ist, den Welpen mit diesem Geruch im späteren Leben in stressigen Situationen zu beruhigen.

22.03. (10. Tag): Um den zehnten Lebenstag kann man Veränderungen bei der Ohröffnung feststellen. Bis jetzt war ja der Gehörgang geschlossen und die Welpen nahmen ihre Umgebung nur über den Riech- und den Tastsinn (Wärme- und Körperkontakt mit der Mutter, Geruch des Züchters) wahr. Nun lösen sich kleine, schuppenartige Hautpartikel von der Ohröffnung ab. Innerhalb von 2-3 Tagen öffnet sich der Gehörgang. In dieser Zeit sollte man für eine ruhige Atmosphäre um die Wurfbox herum sorgen. Es ist meine Stimme die sie als erstes wahrnehmen, darum sollte diese Prägung ruhig und sanft sein. Sobald die Welpen hören, ändert sich ihr Verhalten. Wir sind gespannt wie sie das die nächsten Tage zeigen.

23.03. (11. Tag): Heute konnten wir das erste Aufblitzen der Augen sehen, an der inneren Lidspalte - zum Nasengang hin. Und gegen Abend schaute uns das erste Auge von Hündin Pink an, ja wieder einmal war unsere Nachzüglerin die Erste 😍 es wird nun noch 1-2 Tage dauern bis die Augen vollständig geöffnet sind. Der Hund ist ein Bewegungsseher. Er sieht anders als der Mensch und kann auch nicht gleich fokussieren. Wenn er dann richtig sehen kann, geschieht ein kleines Wunder: Der Welpe wird mit uns Kontakt aufnehmen. Das wird ein ganz besonderer Moment.
Inzwischen haben alle Welpen ihr Gewicht verdoppelt.
Der Kopf ist momentan im Verhältnis zum Körper überdimensioniert und somit ist auch die Körperbalance noch nicht ausgewogen und der Bewegungsablauf noch nicht richtig ein gespielt.

24.03. (12. Tag): Die Augen gehen auf. Bei den einen schon Beide und bei den anderen nur eins oder kleine Schlitzchen. Und zwei haben die 1 kg Marke geknackt, Hündin Lila mit 1020 g und Rüde Blau mit 1010 g. Die Gewichte haben gestern die letzten verdoppelt. Mama's Milch ist wohl sehr gut. Aber es gibt auch leichte Blessuren am Gesäuge, von den Krallen, die sehr spitz sind. Um der Mama was Gutes zu tun, gab es heute Abend eine Quarkpackung aufs Gesäuge. Ich habe sämtliche Foren durchsucht und viele Tipps gefunden, von Aloevera über Retterspitz, ... aber bei all denen habe ich Bedenken wegen der Zutaten, da die Welpen von den Resten etwas abbekommen könnten. Also habe ich mich für alt Bewährtes entschieden: Quark. Das hat mir schon in beim Stillen geholfen und ist absolut unbedenklich und Kim darf den Rest dann abschlecken. Sollte jemand noch einen tollen Tipp haben, bitte schreiben. Morgen gibt es dann wieder eine Pediküre für die Welpen.

25.03. (13. Tag): Ein bischen Sorge macht mir gerade Kim's Gesäuge. Die Welpen haben es mit ihren Krallen ganz schön geschunden. Ich habe heute die Krallen zum 2x geschnitten und ein bischen gefeilt, aber sie sind immer noch ganz schön scharf. Wir haben heute gleich nochmal einen Quarkwickel gemacht. Nachdem ich online nach Tipps gesucht habe, bin doch noch fündig geworden: Lanolin Salbe besteht aus ultrareinen Wollwachs und es muss vor dem Säugen nicht abgewaschen werden. Also gleich in der Apotheke besorgt. Nun reibe ich Kim damit immer die Brustwarzen und die Kratzstellen ein und dann bekommt sie noch ein altes TShirt an, damit das Gesäuge auch im Liegen etwas geschützt ist. Und dann passe ich gerade beim Säugen etwas auf und schütze die eine Brustwarze mit der Hand, dass die Welpen da nicht so wild tun. Wenn der erste Hunger gestillt ist, lege ich bewusst 2-3 Welpen genau dort an und versuche die Krallen zurückzuhalten, so dass auch hier leer gesaugt wird aber eben vorsichtig.

26.03. (14. Tag): Vom 14. - 21. Lebenstag ist die Übergangsphase. Der Welpe erhält mehr und mehr die Möglichkeit mit seiner Umwelt in Kontakt zu treten. Die Ohren und Augen sind auf. Bis der Welpe diese visuellen und auditiven Reize aus seiner Umgebung gut verarbeiten kann, braucht er bis zum Ende der dritten Lebenswoche. Erst dann erhalten die Umweltreize eine Bedeutung für den Welpen. Die Bewegungsabläufe werden täglich kontrollierter. Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper immer noch zu groß, deshalb ist der Bewegungsablauf noch sehr kopflastig. In dieser Phase brechen auch die Zähne durch und die Mutterhündin zeigt das deutlich, indem sie die Wurfkiste über einen längeren Zeitraum verlässt und erst wieder zurückkehrt, wenn sie über den Geruchssinn die Ausscheidungen der Welpen wahrnimmt oder ihr Gesäuge Erleichterung benötigt.
Wir haben heute das Welpenzimmer umgeräumt, so dass die Welpen die nächsten Tage dann mehr Aktivitätsspielraum haben. Dann wird die Wurfkiste zum Schlafraum und der neue Teil zum Aufenthaltsraum, wo ein Teil als Verdäuberungsplatz eingerichtet wird.

3. Woche (27.03.-02.04.) - Hören, Sehen, Laufen, Entwurmen, ...

27.03. (15. Tag): Heute beginnt die dritte Woche. Es macht so viel Freude den Welpen zuzuschauen, wie sie untereinander bewusst Kontakt aufnehmen, sich abschnuffeln und anknabbern. Auch uns Menschen folgt ganz langsam der Blick. Ab und an reagieren sie auf Geräusche. Als wir heute den PVC an die Seitenplatten getackert haben, waren sie völlig entspannt. Das war der erste kleine Schusstest. Auch etwas Spielzeug gab es heute zum ersten Mal, teilweise wurde es abgeschnuffelt, teilweise war es uninteressant. Das Laufen wird immer sicherer und die seitlichen Ausfallschritte werden deutlich weniger. Ja es kommt langsam aber sicher Tempo in die Wurfbox. Mama Kim bekommt immer noch Quarkwickel, es tut ihr sichtlich gut, sie bleibt immer ganz brav und still liegen.